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Fetale antikonvulsive Syndrom

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Das fetale antikonvulsive Syndrom wird dadurch verursacht, dass Epilepsie-Medikamente während der Schwangerschaft den Fötus beeinflussen. Krampflösende Medikamente werden nicht nur bei Epilepsie, sondern auch bei Migräne, Schmerzen, psychischen Problemen und bipolaren Störungen eingesetzt.

Das fetale antikonvulsive Syndrom (Fetal AntiConvulsant Syndrome, FACS) ist sehr komplex und geht mit verschiedenen Behinderungen einher. Bei der Geburt sind bereits kongenitale Fehlbildungen feststellbar. Es sind verschiedene kongenitale Fehlbildungen am Knochen und am Weichgewebe des Kopfes und der Wirbelsäule möglich, beispielsweise Neuralrohrdefekte wie Spina Bifida (offener Rücken) oder Herzerkrankungen. Kognitive Beeinträchtigungen wie Autismus, Legasthenie usw., Sprachstörungen wie eine verzögerte Sprachentwicklung, psychische Probleme und ein niedriger IQ sind ebenfalls möglich. (Bei einer verzögerten kognitiven Entwicklung sind die kognitiven Fähigkeiten eines Kindes nicht mit den Fähigkeiten anderer Kinder der gleichen Altersgruppe vergleichbar.) Wenn ein Kind an FACS leidet, sind seine Geschwister mit einer Wahrscheinlichkeit von 55% ebenfalls betroffen.